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Frauenbios

Hamburger Rathaus

Rathausmarkt
Siehe auch unter: Altes Rathaus
Siehe auch: Hamburgische Bürgerschaft
Siehe auch: Senatorinnen
An der Hauptfassade des Rathauses, dort im 1. Stock an den Fenstern sehen Sie 28 Sandsteinplastiken von Vertretern der Hamburger Arbeitswelt: Bäcker, Schiffern Pastor, Gärtner, Lehrer. Jedoch sind keine erwerbstätigen, mithelfende Ehefrauen oder Töchter zu sehen, denn Frauen waren als das Rathaus gebaut wurde, noch nicht wahlberechtigt. Zeichnungen: Birgit Kiupel
Als das Rathaus 1897 gebaut werden sollte, plante der Rathausbaumeister Martin Haller das Gebäude als Abbild der damals gültigen Hamburger Verfassung von 1860/79. Senat und Bürgerschaft bestanden ausschließlich aus Männern. Und die Bürgerschaft (eine Versammlung von Bürgern) durfte nur von Männern gewählt werden, die das Bürgerrecht der Stadt Hamburg besaßen. Dazu mussten sie über 25 Jahre alt und in der Lage sein, Einkommenssteuer zu zahlen. Frauen hingegen bekamen erst gar nicht die Möglichkeit, das Bürgerrecht und damit auch das Wahlrecht zu erlangen. In allen Fragen der rechtlichen Gleichstellung hatte sich das Bürgerrecht der Stadt Hamburg als der eigentliche Hemmschuh erwiesen. Erst nachdem die bürgerliche und proletarische Frauenbewegung lange Jahre für ein Frauenwahlrecht gekämpft hatte – Hamburg war damals eine Hochburg des Kampfes um das Frauenwahlrecht – , setzte sich die Einsicht durch, dass auch Frauen nicht von der politischen Teilhabe auszuschließen sind. Frauen der radikalen bürgerlichen Frauenbewegung wie die Hamburgerin Lida Gustava Heymann, ermöglichten mit ihrem Verein „Frauenwohl“ 1902 die Gründung des „Deutschen Vereins für Frauenstimmrecht“. Und auch die gemäßigte bürgerliche sowie die proletarische Frauenbewegung verlangten konsequent die Zulassung der Frauen zum Bürgerrecht. 1919 war es endlich so weit. Am 16. März 1919 fand die erste demokratische Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft statt. Seit dieser Zeit sind in der Bürgerschaft nicht nur Männer, sondern auch Frauen vertreten.
Plenarsaal des Rathauses nach 1919, Bild: Staatsarchiv Hamburg
Der Geist der alten Verfassung von 1860/79 ist im Gemäuer und Interieur des Hamburger Rathauses nach wie vor konserviert, trotz der vielen weiblichen Gestalten in Öl und in Stein, die hier zu finden sind. Doch welche Funktionen wurden ihnen überlassen bzw. zugewiesen? In nahezu sämtlichen Repräsentationsräumen und an der Fassade des Rathauses wurden sie als idealisierte weibliche Körper, als Allegorien (griechisch: allegorein = etwas auf andere Weise sagen) oder mythologische Figuren aufgenommen. Denn weibliche Körper gelten als besonders geeignet, abstrakte Begriffe zu veranschaulichen, weil der ideale weibliche Körper als „unbeschrieben“, „rein“, nicht „befleckt“ von ökonomischen und staatlichen Konkurrenzen und Kämpfen gilt, in die Männer eingebunden sind und die das bürgerliche Gemeinwesen gefährden. Frauen sollen da nicht als handelnde Individuen eingreifen und befrieden und auch nicht in politischen Strukturen mitwirken, sondern lediglich als weibliche fleischgewordene Projektionsflächen für Ideale dienen wie z. B. Tugenden. [1]
Damals, beim Bau des Rathauses vor rund 120 Jahren, sollten diese weiblichen Körper die vom Bürgertum beanspruchten Werte und Ideale wie z. B. Gnade, Gerechtigkeit, Sittlichkeit, Weisheit, Tapferkeit oder Fleiß verkörpern. Mit diesem Bildprogramm wird auch eine Abgrenzung zu allem, was diesen Werten nicht entspricht, artikuliert: Hygiea triumphiert über den Drachen, die Göttin Athene über die furchtbare mythologische Gestalt der Medusa und nach dem Schiedsspruch Salomons (altes Testament) die „echte“ Mutter über die „falsche“. Und schließlich werden durch die Allegorien gesellschaftliche Ideale als vermeintlich zeitlos gültig etabliert, denn die überwiegend weiblichen Körperbilder erscheinen zeit- und „alterslos“, nicht historisch wandelbar, sondern als „natürlich“ gegeben.
Über dem Haupteingang zum Rathaus trohnt Hammonia., Foto: Insa Härtel/Birgit Kiupel
Doch wenn wir uns diese weiblichen Allegorien und mythologischen Gestalten genauer ansehen, sind sie keineswegs „unbeschrieben“. So erzählen Sagen und Legenden von der Macht und Kompetenz von Göttinnen und Stadtpatroninnen.
Eine der allegorischen weiblichen Gestalten im Rathaus ist Hamburgs Stadtgöttin Hammonia. Sie thront über dem Eingang zum Rathaus. Als Mosaik ziert sie die Fassade des Turms über dem großen Fenster des Turmsaales in der Lünette des Hauptgeschosses. Sie trägt eine Mauerkrone und hält in ihrer rechten Hand einen Lorbeerkranz und in der Linken ein Steuerrad. [2]
Nachdem in Folge der Reformation Hamburgs Schutzpatronin, die heilige Maria, entthront worden war, sah sich Hamburg ohne Schutzpatronin. „Ein unsicheres Tasten und Suchen beginnt und setzte sich durch mehrere Menschenalter fort, bis die neue Göttin der Stadt gefunden ist, Hammonia. Wie Athena aus dem Haupte Zeus’, so ist Hammonia aus dem Haupte des Hammon entsprungen, (...). Wir müssen nochmals auf jene Frühhumanisten des endenden 15. Jahrhunderts zurückgreifen, die mit Jubel den Hammon auf den Thron gehoben hatten. Sie bildeten aus dem Namen des neugewonnenen Patrons einen für ihre Hexameter und Pentameter passenden poetischen Namen für die Stadt: Dieser Name lautete Hammonia“, [3] heißt es in Heinrich Reinckes Aufsatz über die Schutzpatrone der Stadt Hamburg.
Allegorisch erstmals als Frau dargestellt wurde Hamburg im Jahre 1624. Doch ihren Durchbruch als Stadtgöttin hatte sie zwei Jahrhunderte später, als der Dichter und Ratsherr Barthold Heinrich Brockes (1680–1747) ihr durch seinen Kantatentext große Verehrung zollte. Als die Nazis an die Macht kamen, entmachteten sie die in früheren Jahrhunderten mit Mauerkrone, Merkurstab und dem auf einer Stange getragenen Freiheitshut dargestellte Hammonia. Ihr Freiheitssymbol passte nicht in die braune Ära. Bis heute wird ihr zu Ehren das Hamburg Lied „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“ mit der Textzeile „ Hammonia, oh wie herrlich stehst du da“ angestimmt.
In der Rathausdiele gibt es eine Säule mit Medaillons von Frauen, alle anderen Säulen tragen Portraits von Männern. Foto: Ulli Nebel
Die "Frauensäule". Bild: Ulli Nebel
Keine Allegorien, sondern reale Gestalten der Hamburgischen Geschichte sind an Wänden und Säulen der Rathausdiele durch Medaillons verewigt worden. Die Erbauer des Rathauses würdigten damit 59 Männer und fünf Frauen. Die Medaillons von vier Frauen wurden an einer Säule, die sich auf der linken Seite des Aufganges zum Senatsgehege befindet, angebracht: Mathilde Arnemann, Charlotte Paulsen, Amalie Sieveking und Emilie Wüstenfeld. Den vier Frauen wurde später eine „Nachrückerin“ hinzugefügt: Elise Averdieck. Weil an den Säulen kein Platz mehr frei war, wurde dieses Medaillon an der Wand zum Innenhof befestigt. Alle Frauen waren Wohltäterinnen im 19. Jahrhundert.
Mit der Entscheidung, eine „Frauensäule“ für die Wohltäterinnen als einziger weiblicher Berufsgruppe zu stiften, kamen andere Frauen für die „Ehrenrunde“ im Rathaus nicht mehr in betracht. So auch nicht die gerühmte Schauspielerin Charlotte Ackermann, obwohl Bürgermeister Johann Georg Mönckeberg ihren Namen vorgeschlagen hatte. Doch als es um die endgültige Vorschlagsliste ging, kamen ihm doch Bedenken, eine Schauspielerin „auf diese Weise zu verewigen“. Das gleiche galt für die gefeierte Opernsängerin Wilhelmine Schröder-Devrient.
„Die ins Rathaus gewählten Wohltäterinnen sollten Vorbilder für die weibliche Lebensgestaltung in Gegenwart und Zukunft sein. Die verantwortlichen Männer, welche die Auswahl von Frauen der ‚streng christlichen‘ ( Amalie Sieveking, Elise Averdieck) und der ‚freieren Richtung‘ ( Emilie Wüstenfeld, Charlotte Paulsen) getroffen hatten, wollten mit der Frauensäule ihre Anerkennung der gemeinnützigen und ‚unpolitischen‘ Arbeit von Hamburgerinnen zum Ausdruck bringen. Fast vergessen war, wie radikal die einstige 48-erin Emilie Wüstenfeld sich gegen die reaktionäre Staatsmacht aufgelehnt hatte. Im Gedächtnis gegenwärtig war dagegen die staatstragende Gesinnung, welche Emilie Wüstenfeld im Alter bewies. Von daher hatte auch die von den Frauen beider Richtungen (gemäßigte und radikale) der bürgerlichen Frauenbewegung angestrebte Emanzipation des weiblichen Geschlechts für den Hamburger Staat nichts Bedrohliches an sich, sofern sie sich im Rahmen sozialer und kultureller Entfaltungsmöglichkeiten vollzog“, [4] schrieb die Historikerin Inge Grolle.
Bilderfries an der Wand entlang im Treppenhaus der Hamburgischen Bürgerschaft. Der Fries soll den Lebenslauf eines Handwerker/Kaufmanns darstellen. Seine Frau befindet sich stets im Hintergrund. Bild: Staatsarchiv Hamburg, Bildarchiv
Bilder idealer Männlichkeit und Weiblichkeit werden uns im Treppenhaus der Bürgerschaft präsentiert. Auf Hermann de Bruyckers Wandfries durchläuft ein idealer Handwerker und Bürgersmann die Lebensstationen von der Wiege bis zum Grab; auf einigen wenigen Bildern, eher im Hintergrund erscheint auch die ideale Gattin des Handwerkers oder Kaufmanns, als zarte Braut und treusorgende Mutter.
Ratsstube mit Wandbehang, gestiftet vom Damecomités um Toni Petersen, Bild: Uli Nebel
Obwohl Frauen vor über hundert Jahren kein politisches Mitspracherecht besaßen und damit im Rathaus auch nicht präsent waren, haben sie sich dort dennoch nachhaltig eingebracht. So überreichte zur Einweihung des Rathauses ein „Damen-Comité“ des gehobenen Bürgertums dem Senat und der Bürgerschaft ein Geschenk mit politischem Kalkül: bestickte Wandbehänge für die Zentren der Macht, unübersehbar und dennoch im traditionellen Rahmen von denen spendiert, die kein Mitwirkungsrecht in Ratsstube und Bürgerschaft hatten.
Das Waisenzimmer im Hamburger Rathaus; Bild: Ulli Nebel
Die Waisenkinder, die die Kerbholzschnitzereien für das Waisenzimmer im Rathaus erstellt hatten; Bild: Staatsarchiv Hamburg
Aber auch die Frauen der unteren sozialen Schichten fanden über verschlungene Wege Einlass ins Rathaus. In die Kerbschnitzereien – ein Geschenk des Waisenhauses – sind Schicksalsspuren von achtzig Waisenhausknaben eingegraben. Oft waren sie keine Waisen, sondern Söhne alleinerziehender berufstätiger Frauen, die aus Armut ihre Kinder ins Waisenhaus gegeben hatten.
Siehe mehr zu den Frauen im Hamburger Rathaus in der Broschüre: Rita Bake, Birgit Kiupel: Einsichten. Von realen und idealen Frauen im Hamburger Rathaus. Hamburg 2016. Kostenlos erhältlich im Infoladen der Landeszentrale für politische Bildung und als pdf unter: www.hamburg.de/contentblob/7084458/ca9bfb4029cc80ba7c77be488d9aea89/data/einsichten-rathaus-frauenrundgang.pdf
Text: Rita Bake und Birgit Kiupel
Anmerkungen:
1 Vgl.: Insa Härtel: Reine Weiblichkeit – weibliche Reinheit. Personifikationen im Hamburger Rathaus. In: Rita Bake, Birgit Kiupel: Auf den zweiten Blick. Streifzüge durch das Hamburger Rathaus. Hamburg 1997.
2 Ein Rundgang zu den Frauen im Hamburger Rathaus erschien 2000 als Broschüre unter dem Titel. Rita Bake, Birgit Kiupel: Von machtvollen Frauen und weiblichen Körpern.
3 Heinrich Reincke: Die Schutzpatrone der Stadt Hamburg. In: Festschrift Hans Nirrnheim, Hamburger Geschichtliche Beiträge. Hamburg 1935.
4 Inge Grolle: Auch Frauen sind zulässig. Die Frauensäule in der Hamburger Rathausdiele. In: Rita Bake, Birgit Kiupel: Auf den zweiten Blick. Streifzüge durch das Hamburger Rathaus. Hamburg 1997.
 

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Datenbank Hamburger Frauenbiografien

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Frauen, die in Hamburg Spuren hinterlassen haben
(Datenbank Stand: Mai 2020) Frauen stellen mindestens die Hälfte der Menschheit. Wenn es aber um Erinnerungen geht, sind es immer noch in der Mehrzahl Männer, die die Spitzenplätze einnehmen.

Hammonia

Hamburger Frauenbiografien-Datenbank

Erklärung zur Datenbank

Stand Mai 2020: 1170 Kurzprofile von Frauen und 434 sonstige Einträge z. B. Vereine, Aktionen, Zusammenschlüsse und Überblicksdarstellungen zu Themen der Frauenbewegungen.

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Zuletzt eingetragene Namen

Januar 2020: Ursula Nölle, Christa Hoffmann-Riem, Angelika Mertens, Bertha Keyser

Februar 2020: Audrey Motaung, Semra Ertan, Beate Hasenau, Elfriede Kneiphoff, Johanna Harry, Recha Lübke, Helene Flörsheim, Catharina Goldenstede, Elsa Friede, Julie Gayen

März 2020: Theodore von Axen, Betty Francken, Elisabeth Rosenkranz, Senta Dohme, Gesa Schneider, Vilma Prochownik

April 2020: Hygieia-Brunnen, Mädchenschule der israelitischen Gemeinde, Verein Heim für junge Mädchen, Siechenhaus Salem, Wohnhaus für Frauen, Witwenkommission der Exekutive des Notstandskomitees, Mädchenherberge, Häuslicher Hilfsdienst des Bundes Hamburgischer Hausfrauen, Eva Lessing, Hild Lennartz, Dörte Helm, Gertrud Weiberlen, Paula Gans, Elisabeth Schultz, Bernhardine Romberg, Johanna Christine Henriette Müller, Hökerinnen, Hamburgische Bürgerschaft, Diakonissenheim am St. Anscharplatz, Stadttheater, Gänsemarktoper, Comödienhaus, Pranger, Fronerei

Mai 2020: Dorothea Buck, Allgemeine Armenanstalt, Fürsorge für sittlich gefährdete Frauen und Mädchen, Weibliche Kriminalpolizei, Thalia Theater, Trostbrücke, Altes Rathaus, St. Jakobi Kirche, Evakatrin Sieveking, Wöchnerinnenheim in Hamburg, Toni Engel; Marion Pein, Maria Gleiss, Elke Acimovic, Elke Thomas, Irene Knickrehm, Spinnschule, Zeichenschule für Mädchen, Mädchenfortbildungsschule, Elisabeth Meyer, Mieken Rieck, Gerhild Halfmeier, Miriam Gilles-Carlebach; Grete Albrecht; Lucille Eichengreen

Die Zahlen allein für Hamburg sind ernüchternd: ca. 2526 Straßennamen sind nach Männern benannt, gegenüber 422, die nach Frauen benannt wurden. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Anzahl der Denkmäler und Erinnerungstafeln. Auch bei Ehrungen und Auszeichnungen wird oft an IHN und nur wenig an SIE gedacht.

Trotz aller Leistungen von Frauen scheint die Erinnerung an sie schneller zu verblassen, sind die Archive und Netze der Erinnerung besonders löchrig - erweist sich die Wertschätzung weiblichen Wirkens als gering. Wie oft heißt es, wenn auch Frauen geehrt werden könnten:

„Uns ist dazu keine Frau von Bedeutung bekannt!“

Ein Argument, das in Zukunft keine Chancen hat, denn es gibt jetzt diese Datenbank. Eine Bank, die ihren Anlegerinnen und Anlegern hohe Renditen verspricht, denn das Kapital ist das historische Wissen. Geschöpft aus Archivmaterialien, Lexika, Zeitungsartikeln und –notizen, aus veröffentlichten Biografien, zusammengetragen und erforscht von Einzelpersonen etc., bietet die Datenbank die beste Voraussetzung für eine hohe gesellschaftliche Wirksamkeit - im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit. Die Früchte dieser Datenbank sollen die Bedeutung von Frauen für Hamburgs Geschichte leicht zugänglich machen und selbstverständlich in den Alltag von heute tragen.

Was erwartet Sie?

Im Mittelpunkt stehen verstorbene Frauen, die in Hamburg gewirkt und/oder gewohnt und die Spuren hinterlassen haben. Das können Autorinnen, Schauspielerinnen, Wohltäterinnen, Kneipenwirtinnen, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen, bildende Künstlerinnen, Sängerinnen, Unternehmerinnen, Ärztinnen, Sozialarbeiterinnen, Juristinnen, Journalistinnen, Widerstandkämpferinnen gegen und Opfer des NS-Regime etc. sein – aber auch Täterinnen.

Wir stellen keineswegs nur „prominente“ Frauen oder hehre Vorbilder vor – sondern auch das Wirken und Leben der „kleinen Frau“ auf der Straße, die oft im Stillen gearbeitet hat, für die Familie, die Stadt, die Partei, die Kunst, für sich.

Darüber hinaus präsentieren wir Ihnen auch Orte, Einrichtungen, Vereine und Themen, die für Frauen von historischer Bedeutung waren und sind.

An dieser Datenbank wird kontinuierlich gearbeitet. Es werden laufend neue Namen und Rechercheergebnisse eingestellt.

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Achtung: Die Namen und Verläufe von Straßen haben sich oft verändert. Wer wissen möchte, wo bestimmte Hausnummern heute zu finden sind, muss alte Stadtpläne oder u. U. Grundbucheintragungen einsehen. Es gibt beim Statistikamt Nord einen alte Kartei der so genannten "Hausnummerhistorien", in der sich alte und neue Hausnummern gegenüberstehen. Bei Umnummerierungen von Hausnummern aber auch bei Umbenennungen von Straßennamen kann hier eine raschere Auskunft möglich sein, als über den Vergleich von alten und neuen Lageplänen (freundliche Auskunft von Jörg-Olaf Thießen Staatsarchiv Hamburg). Wer dann noch nicht weiter kommt, sollte sich an das Staatsarchiv wenden. Viele Stadtpläne sind bereits online einsehbar.

Verantwortlich für die Datenbank:

Dr. Rita Bake
stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg a. D.
Gründerin des Gartens der Frauen auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Datenbank wurde von ihr zusammengestellt und wird laufend von ihr ergänzt und erweitert.
Ein Teil der Frauenbiografien sind mit freundlicher Genehmigung von verschiedenen Autorinnen und Autoren verfasst worden. Die Namen der Autorinnen und Autoren finden Sie jeweils am Ende ihrer Beiträge. Es gibt auch eine Rubrik: Autorinnen und Autoren, in der Sie deren biografische Angaben finden.

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