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Erwin Gottsleben

(22.5.1901 Hamburg –21.6.1982)
Lehrer an der Klosterschule, später nach 1945 am Matthias Claudius-Gymnasium
Dimpfelsweg 24 (Wohnadresse 1939)

Dr. Hans-Peter de Lorent hat das Portrait über Erwin Gottsleben verfasst und in seinem Buch „Täterprofile Band 2“ veröffentlicht.

Erwin Gottsleben gehörte zu einer kleinen Gruppe der „alten Garde“, die schon vor der Machtübertragung an die Nationalsozialisten in Hamburg, insbesondere im NSLB aktiv gewesen war. Diese Gruppe, zu der auch Heinrich Hehn und Guido Höller zählten, führte einen erbitterten Kampf gegen den von Gauleiter Karl Kaufmann protegierten neuen Gauamtsleiter des NSLB, Willi Schulz, gegen den sie vor das Parteigericht zog. Diese Auseinandersetzung war für sie nicht zu gewinnen und so machte auch Erwin Gottsleben im Hamburger Schulwesen keine Karriere. Bemerkenswert war, wie sich Gottsleben im Entnazifizierungsverfahren äußerte.

Erwin Gottsleben wurde am 22.5.1901 in Hamburg als Sohn des Lehrers Carl Gottsleben geboren. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte er zur Oberrealschule auf der Uhlenhorst, an der er 1920 die Reifeprüfung bestand. Danach begann er an der Universität Hamburg Chemie zu studieren, wechselte danach an die Universitäten Leipzig und Jena.1

In seinem handgeschriebenen Lebenslauf beschrieb er, wie sich im Laufe der Studienzeit sein Berufswunsch veränderte, deutlich wurde aber auch, wie sehr die ökonomische Situation in der Weimarer Republik und die materiellen Einschränkungen diese Generation belasteten: „Schon seit Beginn meiner Studienzeit tendierte meine Neigung weniger auf den Beruf des Chemikers in der Industrie als vielmehr auf den Beruf des Lehrers der Naturwissenschaften. Ich hatte aber den Chemikerberuf gewählt, weil die Aussichten für die Oberlehrerlaufbahn damals gar zu trostlos waren. In Jena nahm ich jedoch die Gelegenheit wahr, bei dem Senior der Herbartischen Schule, Wilhelm Rein, pädagogische Vorlesungen zu hören. Die Pädagogik nahm seitdem einen erheblichen Teil meines Interesses in Anspruch.“2

1923 entschied Gottsleben dann, sich auf den Lehrerberuf zu konzentrieren. Er nahm als zweites Fach Biologie dazu und legte vom 9. bis zum 11. November 1925 die wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an den höheren Schulen an der Universität Hamburg ab. Zur Prüfungskommission gehörten, wie bei vielen anderen auch, Prof. Gustaf Deuchler, der spät ein glühender Nationalsozialist wurde, und Prof. William Stern, Psychologe, der als Jude nach 1933 emigrieren musste.3

Den Vorbereitungsdienst absolvierte Gottsleben an der Oberrealschule Eppendorf, wo er von seinem Anleiter, Laurits Olufsen, keinen sonderlich guten Bericht erhielt: „Nach meiner Erfahrung ist Herr Gottsleben eine verschlossene, schwer zugängliche, auch wohl eigenwillige Natur. Sein Unterricht ist, nachdem eine anfängliche, recht große Unbeholfenheit mehr und mehr überwunden ist, befriedigend, zum Teil sogar recht gut. Anzuerkennen ist, daß er auch im Laufe der Zeit dauernd sich gebessert hat. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß er sehr wohl die Fähigkeit besitzt den Stoff in verständiger und angemessener Form an die Jugend heran zu bringen. Leider entsprachen die erzielten Erfolge meist nicht der großen Mühe, die er sich offenkundig mit seinen Schülern machte. Es liegt dies an einer bedauernswerten Unfähigkeit die Disziplin zu handhaben. Trotz ungewöhnlich häufiger Belehrungen, Vorhaltungen und Deutungen meinerseits ist es ihm wohl nur selten gelungen, in einer Klasse wirklich festen Fuß zu fassen. Die Mißerfolge auf diesem Gebiete seiner Tätigkeit sind nach meiner Meinung besonders auf sein zaghaftes, unentschlossenes Auftreten vor der Klasse zurückzuführen, nicht aber auf Mangel an Interesse und Anteilnahme für die Jugend.“4

Nach bestandener Prüfung setzte Erwin Gottsleben seine Studien an der Universität Hamburg fort, um auch die Lehrbefähigung für Erdkunde zu erwerben. Er studiert dafür bei dem Hamburger Geographie-Professor Siegfried Passarge. Da Gottsleben im Hamburger Schuldienst als Hilfslehrer beschäftigt war, benötigte er für sein Examensprojekt eine sechswöchige Beurlaubung, um im nördlichen Finnland eine ausgedehnte Exkursion machen zu können. Dafür schrieb ihm Prof. Passarge eine wärmste Befürwortung, in der er darauf hinwies, dass Gottsleben für dieses Projekt sogar Finnisch gelernt hatte. Der Antrag wurde am 6.2.1931 von Oberschulrätin Emmy Beckmann genehmigt.5

Inwieweit Erwin Gottsleben durch die Arbeit bei Siegfried Passarge auch weiter ideologisch beeinflusst wurde, ist nicht verbrieft. Auffällig war Passarge bereits in den 1920er-Jahren durch antisemitische Äußerungen geworden, 1929 wurde er der „Judenfresser-Propaganda“ beschuldigt und hatte zahllose Ausfälle gegen „wissenschaftliche Schädlinge“ und „Charakterkrüppel“.6 Am 1.11.1933 wurde Passarge trotz Aufnahmesperre in die NSDAP aufgenommen, wofür er sich bei Martin Bormann bedankte. Er unterschrieb auch das „Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat“.7

Erwin Gottsleben trat am 1.12.1931 in die NSDAP ein, nachdem er schon einmal 1927–1928 NSDAP-Mitglied gewesen war. Seit dem 1.1.1932 war er auch Mitglied im NSLB und arbeitete als Kreisleiter, vom 1.2.1933 an auch als Leiter der Fachschaft für höhere Schulen.8

Wie viele andere seiner Generation lebte Erwin Gottsleben am Ende der Weimarer Republik in einem unsicheren Beschäftigungsverhältnis. Am 14.8.1931 hatte er die Kündigung als Tariflehrer bekommen, wurde ab dem 1.10.1931 mit halber Stundenzahl als Hilfslehrer beschäftigt. Um materiell abgesichert zu sein, arbeitete Gottsleben dann noch an einer privaten Mädchenschule. Am 20.3.1933 wurde die Kündigung zurückgezogen, Erwin Gottsleben lehrte seit 1929 an der Klosterschule.9

Interessant ist, wie Gottsleben in einem von der Klosterschule herausgegebenen Buch beschrieben wurde, in dem Barbara Brix den Lehrer der Klosterschule, Walter Bacher porträtierte, der Jude und Sozialdemokrat war und 1933 in das Fadenkreuz der Nationalsozialisten geriet: „1929 war Erwin Gottsleben an die Schule gekommen. Auch er trug zu dem Stimmungsumschwung bei: ‚Groß, schlank, blauäugig, sportlich und SA-Mann. Er war der Prototyp der neuen Zeit, und viele Herzen, auch solche, die vorher Dr. Bacher gehört hatten, flogen nun ihm zu.“10 Laut seiner Personal- und Entnazifizierungsakte gehörte Gottsleben der SA nicht an, trat in der Schule aber, ebenso wie Heinrich Hehn, in NS-Uniform auf, wie auf einem Kollegiumsbild zu sehen ist. Von Hehn wissen wir auch, dass es an der Klosterschule schon vor 1933 eine NSDAP-Gruppe gegeben hatte. Hehn brüstete sich in einem Schreiben an den Senator für Kulturangelegenheiten, „sehr geehrter Parteigenosse von Allwörden“, damit, dass die Klosterschule „die älteste nationalsozialistische Zelle an den höheren Schulen Hamburgs überhaupt“ besessen hätte. Stolz nannte Hehn die Namen der Parteigenossen dieser Zelle: „Hehn, Gottsleben, Schwabe, Löhr, Henningsen.“ Diese Gruppe war dann auch verantwortlich für die Suspendierung und Entlassung ihres jüdischen Kollegen, Walter Bacher, der seit 1927 Lehrer an der Klosterschule gewesen war. „Am 26.5.1933 wurde Dr. Bacher auf Drängen antisemitischer Kollegen beurlaubt. Nach neunwöchiger Wartezeit, in der es ihm trotz mehrfacher Eingaben nicht gelang, persönlich gehört zu werden oder die Gründe für die plötzliche Beurlaubung zu erfahren, erfolgte unter dem 29.Juli seine Entlassung.“12

Erwin Gottsleben hatte als Funktionär im NSLB mit Heinrich Hehn und Guido Höller eng zusammengearbeitet. Die Auseinandersetzung zwischen den alten NSLB-Funktionären, die sich auch als „alte Garde“ sahen und bezeichneten, ist ausführlich in der Biografie Heinrich Hehn beschrieben worden. Bevor ich auf die Konsequenzen für Erwin Gottsleben eingehe, möchte ich noch skizzieren, wie in den Streit mit Gauamtsleiter Willi Schulz, der gleichzeitig Landesschulrat war, auch ganz persönliche berufliche Interessen mit einbezogen wurden. So hatte Heinrich Hehn in einem Schreiben vom 30.8.1934 an das Parteigericht der NSDAP mit aufgeführt, dass die Schulverwaltung unter Landesschulrat Willi Schulz den Parteigenossen Erwin Gottsleben gegenüber einer Lehrerin der Klosterschule benachteiligt hatte. Ein Beispiel, das zeigt, wie schamlos auch vor Denunziationen nicht zurückgeschreckt wurde. Überschrieben war diese „Beweisschrift“ für das Parteigericht: „Bevorzugung einer Marxistin gegenüber einem alten Kämpfer des NSLB in der Landesunterrichtsbehörde des Dritten Reiches in Hamburg.“ Und als Motto wurde ein Zitat aus Hitlers „Mein Kampf“ vorgeschaltet: „Aus dem Grundstamm der alten Bewegung hat sie nicht nur alle wichtigen Positionen des eroberten Gebildes zu besetzen, sondern auch die gesamte Leitung zu bilden. Und das so lange, bis die bisherigen Grundsätze und Lehrer der Partei zum Fundament und Inhalt des neuen Staates geworden sind.“14 Danach wurde der Fall aus Sicht der alten Kämpfer ausgebreitet:

„1. Pg. Erwin Gottsleben arbeitete bereits in der Kampfzeit als Amtswalter der P.O. in der damaligen Sektion Kielort und dann (ebenfalls in der Kampfzeit) als Führer der Arbeitsgemeinschaft der Lehrer an höheren Schulen des NSLB Gau Hamburg in der nationalsozialistischen Bewegung mit.

2. Dr. Margarete Deinhardt betätigte sich mit fanatischem Eifer als radikale Marxisten sowohl im sozialdemokratischen Lehrerverein als auch im Unterricht. Einige Beispiele für ihre Tätigkeit siehe Anlage I.

Pg. Gottsleben beeinflusste die Jugend in seinem Unterricht in nationalsozialistischem, Frl. Dr. Deinhardt in marxistischem Sinne. Pg. Gottsleben war im Herbst 1931 von der damaligen marxistischen Behörde zu 50% abgebaut worden, angeblich wegen Mangel an Beschäftigung, für Frl. Dr. Deinhardt war jedoch genügend Beschäftigung vorhanden, sodass sie nicht abgebaut werden brauchte. Wesentlich ist, dass sowohl Gottsleben als auch Deinhardt auf den Tag das gleiche Dienstalter haben, nämlich den 1. April 1929. Trotz dieser eindeutigen Sachlage wurde im Frühjahr 1933 unter der verantwortlichen Leitung des deutschnationalen Personalchefs Oberschulrat Mühe, als einige Assessoren zu außerplanmäßigen Beamten ernannt wurden, die Deinhardt befördert, Gottsleben jedoch übergangen. Daraufhin richtete Pg. Gottsleben ein Protestschreiben an die Landesunterrichtsbehörde, zu Händen des Oberschulrats Mühe. In einer Unterredung erklärte Mühe dem Pg. Gottsleben, dass ihm dieser Missgriff außerordentlich leid täte, dass man auf der Behörde über die politische Stellung der Deinhardt nichts gewusst hätte (!), dass im anderen Falle selbstverständlich dieser Irrtum nicht vorgekommen wäre. Bei der nächsten Gelegenheit sollte das Unrecht ausgeglichen werden. Daraufhin wurde Gottsleben vom 15.10.1933 ab wenigstens voll beschäftigt, der Unterschied in der beamtenrechtlichen Stellung dagegen blieb erhalten. Ein anderes Trostpflaster, das zu einer wesentlichen Beruhigung allerdings nicht beitragen konnte, wurde Gottsleben zwar gewährt, als er den Antrag stellte, von der Klosterschule nicht nach einer anderen Schule versetzt zu werden, weil an der Klosterschule die älteste Nazizelle an Hamburger Schulen war. In einer späteren Unterredung, die Pg. Gottsleben mit Oberschulrat Mühe pflog, wiederholte dieser sein Versprechen, die Angelegenheit bei der nächst möglichen Gelegenheit in Ordnung zu bringen. Als es jedoch bei diesem Versprechen blieb und nichts weiter erfolgte, ging die Verlobte des Pg. Gottsleben, Pgin. Charlotte Kröger, zum Stellvertreter des Gauleiters, Pg. Harry Henningsen, der Gottsleben auffordern ließ, eine Eingabe an den Reichsstatthalter zu machen. (…) Das Ergebnis sämtlicher mehrfach wiederholter Versprechungen war, dass nichts geschah. Eine günstige Gelegenheit den Fall wenigstens halbwegs ins Reine zu bringen, bot sich Ostern 1934, als politisch unzuverlässige Lehrkräfte aus dem Schuldienst entfernt werden konnten. Trotz feierlicher Versprechen der Herren Schulz und Mühe ließ man diese Gelegenheit vorübergehen. Fräulein Deinhardt ist heute (Mitte September 1934) immer noch als a.p. Beamtin im Schuldienst des Dritten Reiches in Hamburg beschäftigt. Es ist zu bewundern, dass Pg. Gottsleben seinen Idealismus als Nationalsozialist (allerdings im Sinne Adolf Hitlers, nicht im Sinne gewisser „gescheiter Spätlinge“) trotzdem noch nicht verloren hat.“15

Es mag eine Rolle gespielt haben, dass Schriftsätze dieser Art, die die „Verfehlungen“ des Gauamtsleiters und Landesschulrats Willi Schulz dokumentieren sollten, massenhaft an das Gaugericht geschickt worden. Erwin Gottsleben hatte zudem den Fehler gemacht, parallel zu einer schweren Auseinandersetzung des Lehrers Hans Rösch mit der Schulverwaltung diesen Hans Rösch als Redner in seinem ­NSLB-Kreisverband sprechen zu lassen, die dieser nutzte, um gleichfalls schwere Vorwürfe gegen die Schulverwaltung zu artikulieren. Ein Sakrileg war sicherlich auch, dass Erwin Gottsleben im Beisein der neuen Hamburger NSLB-Führung den Besuch des NSLB-Reichsführer Hans Schemm nutzte, um diesen zur Parteinahme für die Gruppe der „alten Kämpfer“ zu veranlassen. Daraufhin wurde Gottsleben seines NSLB-Amtes enthoben.16 Gleichwohl ernannte die NS-Landesunterrichtsbehörde Erwin Gottsleben am 1.6.1938 zum Studienrat. Anders als Heinrich Hehn wurde Gottsleben auch nicht aus der NSDAP ausgeschlossen. 1939 wurde Gottsleben Soldat, wobei er auch bei der Wehrmacht keine Karriere machte, sondern lediglich zum Unteroffizier befördert wurde.17 Am 15.5.1940 wurde Erwin Gottsleben durch mehrere Bombensplitter schwer verwundet, lag lange Zeit im Lazarett Bad Ems, nahm am 11.1.1941 für einige Monate den Schuldienst an der Klosterschule wieder auf, um dann wieder in den Krieg zu ziehen, allerdings mit dem Ziel, „Wehrmachtbeamter“ zu werden.18

Am 20.6.1945 bekam Erwin Gottsleben im Namen der britischen Militär regierung das Entlassungsschreiben. Da er sich noch in kurzer Kriegsgefangenschaft befand, wurde die Entlassung von Senator Landahl am 22.2.1946 noch einmal bestätigt. Es erfolgte ein Entnazifizierungsverfahren, in dem Gottsleben ausführlich seinen nationalsozialistischen Werdegang begründete. Daraus soll zitiert werden, weil Gottsleben anders als viele aktive Nationalsozialisten argumentierte: „Es liegt mir fern, meine frühere Mitgliedschaft zur NSDAP zu leugnen. Jedoch bitte ich, aufgrund des folgenden Berichtes über meine politische Entwicklung die Maßnahme meiner Entlassung einer Revision unterziehen zu wollen.“19

Die Gründe für seinen Parteieintritt erklärte Erwin Gottsleben so: „Da ich in erster Linie pädagogisch und wissenschaftlich eingestellt bin, hatte ich mich mit politischen Auseinandersetzungen wenig befasst. Jedoch sah ich die Gefahr, dass unser Volk in Parteienzersplitterung und wirtschaftlicher Not zu Grunde ging. Das Versprechen der NSDAP, Deutschland zur Einigkeit und zu wirtschaftlichem Wohlstand zurückzuführen, fand meinen Glauben, und so trat ich der Partei bei, in der sicheren Erwartung, dass sie ihre Versprechen wahr machen würde. Egoistische Motive trieben mich nicht, konnten es damals auch nicht.“20

Im Weiteren bezog sich Gottsleben dann offenbar auf seine subjektiven NSLB-Erfahrungen in Hamburg: „Alsbald nach der Machtübernahme musste ich mit Enttäuschung feststellen, dass eine ungeheure Diskrepanz bestand zwischen Wort und Tat. Aus der Einigkeit wurde Gleichschaltung und Unterdrückung, aus dem Kampf gegen das Bonzentum entstand eine noch viel krassere Bonzokratie. Das führte zu Auseinandersetzungen grundsätzlicher Art, die mich 1934 mein Amt im NSLB kosteten. Um in der immer mehr militarisierten Zwangs-HJ ein idealistisches Gegengewicht zu bilden, arbeitete ich für kurze Zeit in der HJ mit, scheiterte jedoch auch dort. (…) Während des Krieges, in dem ich als grundsätzlicher Gegner des militaristischen Systems stets Schwierigkeiten hatte, arbeitete ich von 1943 bis 1945 als Lehrer bei Luftwaffenhelfern der Flak, und zwar in Uniform. Auch hier scheiterten meine Versuche, die Jungen, die wie Erwachsene behandelt und schikaniert wurden, zu erziehen, an der Verständnislosigkeit der Offiziere. So hatte ich mich bis zum Ende des Krieges zu einem scharfen Gegner des Regimes entwickelt, wie mir mehrere Zeugen bestätigen.“21 Interessant, weil vergleichsweise ungewöhnlich und dem Anschein nach für mich ein Versuch, den eigenen Werdegang zu reflektieren und nicht nur vorgeschobene Argumente aufzureihen, um wieder in den Schuldienst zu gelangen, Gottslebens Erklärung: „Für mich hatte dieses Ende des Krieges die Konsequenz, dass ich meinen Beruf, den ich aus Begeisterung und Liebe ergriffen hatte, verlor. Aber es war eine Konsequenz, die ich innerlich hätte bejahen müssen, wenn ich noch überzeugter Nationalsozialist wäre. Obwohl dies seit langem nicht mehr der Fall ist, habe ich mir selbst ein Jahr des Schweigens und der Besinnung auferlegt, ehe ich diesen Schritt unternehme und um Revision bitte, ein Jahr, in dem ich, solange ich gesund war, in körperlicher Arbeit auf dem Lande meine Familie kärglich über Wasser hielt. Die Folgen meiner Kriegsverletzungen machten es mir jedoch unmöglich auf die Dauer von körperlicher Arbeit zu existieren.“

Am Ende machte Erwin Gottsleben, der ohne anwaltliche Beratung schrieb, entweder etwas sehr Geschicktes oder zeigte eine tatsächliche Weiterentwicklung: „Auf die Gefahr hin, dass man mich zu Unrecht zu denjenigen zählt, die gegen ihre wirkliche Überzeugung vorgeben, den Willen und die Absichten der Besatzungsmacht und der demokratischen deutschen Kreise unterstützen zu wollen, muss ich noch eine Erklärung abgeben. Ich bemerke dazu, dass ich meine volle Überzeugung ausdrücke, Heuchelei und Unehrlichkeit hat mir noch niemand vorwerfen können.

1.) Die Ereignisse haben gezeigt, dass eine autoritäre Staatsführung ein Volk nur ins Unglück stürzen kann.

2.) Nur eine demokratische Staatsform kann Glück und Wohlstand bringen.

3.) Auch wer diese beiden Sätze nicht anerkennt, muss, wenn er seinen klaren Verstand noch besitzt, einsehen, dass offener oder geheimer Widerstand Wahnsinn sein würde.

4.) Die Konsequenz dieser drei Sätze ist loyale Mitarbeit. Ich bin dazu bereit und bitte mir Gelegenheit zu geben, meine Bereitschaft in die Tat umzusetzen.“22

Der Beratende Ausschuss fasste am 24.3.1947 den Beschluss: „Beim heutigen Stand der politischen Säuberung fühlt sich der Beratende Ausschuss noch nicht berufen, eine Milderung des Urteils vorzuschlagen. Gottsleben ist durch seine Mitgliedschaft seit 1927 bzw. 1931 zu stark belastet, umso mehr, als er noch 1937 in der HJ die Leitung von Schulungsabenden übernahm. Wir haben uns allerdings aus seinen Aussagen, sowie aus Gutachten überzeugt, dass er sich keiner menschlichen oder politischen Gemeinheiten schuldig gemacht hat und nehmen auch seine heutigen Bemühungen in der FDP zur Kenntnis.“23 Am 2.6.1948 befasste sich der Berufungsausschuss mit dem Fall Gottsleben. Der Ausschuss stellte zwar fest: „Es kann keinem Zweifel unterliegen, dass Gottsleben als ein sehr altes Mitglied der NSDAP der NS-Ideologie stark verfallen war. Andererseits ist es auffallend, dass Gottsleben in der NSDAP kein Amt bekleidete. Mehrere seiner Kollegen, die ihn seit langen Jahren vor 1933 kennen, stellen ihm ein gutes Leumundszeugnis aus. Nach diesen Leumundszeugnissen erschien es glaubhaft, dass Gottsleben bereits im Jahre 1934 das Amt im NSLB wegen grundsätzlicher Meinungsverschiedenheiten niederlegte und dass er sich innerlich vom Nationalsozialismus gelöst hat.“24 Dies halte ich nun allerdings für eine Fehlinterpretation. 1934 ging es um eine Richtungsentscheidung der Arbeit innerhalb des NSLB. Und dabei gehörte Erwin Gottsleben zu einer ideologisch dogmatischeren, wenig kompromissbereiten Richtung. Dass Erwin Gottsleben sich im Laufe der Jahre und der Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus , insbesondere aber im Kontext seiner antimilitaristischen Haltung vom Nationalsozialismus enttäuscht und ernüchtert abgewandt hatte, kann angenommen werden.

Der Berufung wurde stattgegeben, der Wiedereinstellung Erwin Gottsleben stand nichts im Wege. Er wurde in Kategorie IV, Mitläufer, eingestuft und wieder in den Schuldienst eingestellt, erst als Angestellter, ab 1953 wieder als Beamter. Seinen Dienst begann er am 19.8.1948 am Charlotte-Paulsen-Gymnasium. Später wechselte er an die Oberschule für Jungen St. Georg und an das Matthias-Claudius-Gymnasium. Zwischendurch stand es um die Gesundheit Gottslebens nicht gut, er litt unter Nachwirkungen seiner Kriegsverletzungen. Schulleiterin Musold schrieb besorgt, „seine Gedächtnisschwäche wirkt oft erschreckend“.25

Am 15.2.1966 wurde Erwin Gottsleben noch zum Oberstudienrat ernannt, ein halbes Jahr später sollte er in den Ruhestand versetzt werden, erhielt aufgrund des Lehrermangels aber noch einen Lehrauftrag für ein weiteres Jahr.

Am 31.7.1967 setzte er sich dann endgültig zur Ruhe.

Erwin Gottsleben starb am 21.6.1982.26

Das Profil ist nachzulesen in Hans-Peter de Lorents Buch: Täterprofile, Band 2. Hamburg 2017. Das Buch ist erhältlich in der Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg.

Anmerkungen
1 Personalakte Gottsleben, StA HH, 361-3_A 1640
2 Lebenslauf in Personalakte a.a.O.
3 Siehe die Biografie Deuchler in: Hans-Peter de Lorent: Täterprofile Bd. 1, Hamburg 2016, S. 142ff.
4 Personalakte a.a.O.
5 Ebd.
6 Ernst Klee: Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945, Frankfurt a.M. 2013, S. 450.
7 Ebd.
8 Entnazifizierungsakte Gottsleben, StA HH, 221-11_Ed 10225
9 Personalakte a.a.O.
10 Barbara Brix: „Land, mein Land, wie leb’ ich tief aus dir“. Dr. Walter Bacher – Jude, Sozialdemokrat, Lehrer an der Klosterschule, Hamburg 1997, S. 17.
11 Barbara Brix 1997, S. 20.
12 Ebd. Siehe auch die Biografie Heinrich Hehn in diesem Buch.
13 Berlin Document Center (BDC), OPG I 83_Bl. 0980
14 Ebd.
15 Ebd.
16 Siehe auch die Biografie Hans Rösch, in: de Lorent 2016, S. 768ff.
17 Entnazifizierungsakte a.a.O.
18 Personalakte a.a.O..
19 Erklärung Gottsleben vom 16.10.1946, in: Entnazifizierungsakte a.a.O.
20 Ebd.
21 Ebd.
22 Ebd.
23 Ebd.
24 Ebd.
25 Alle Angaben laut Personalakte a.a.O.
26 Ebd.
 

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Die Dabeigewesenen

Aufsätze

Erklärung zur Datenbank

Stand März 2021: 834 Kurzprofile und 279 sonstige Einträge.

Diese Datenbank ist ein Projekt in Fortsetzung (work in progress). Eine Vollständigkeit ist niemals zu erreichen. Sie startete online im Februar 2016 mit rund 520 Profilen und mehr als 200 weiteren Einträgen und wird laufend ergänzt und erweitert werden. Wissenschaftliche Institute, Gedenkstätten, Universitäten und zum Thema forschende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können gern ihre erarbeiteten Profile in diese Datenbank stellen lassen.

Quellenangaben, die sich auf Webseiten beziehen, sind die zum Zeitpunkt der Recherche gefundenen. Sollten Sie veraltete Links oder Aktualisierungen bzw. Verschiebungen der Inhalte feststellen, freuen wir uns über Hinweise.

Vor etlichen Jahren hat die Landesszentrale für politische Bildung Hamburg die Stolperstein-Datenbank www.stolpersteine-hamburg.de ermöglicht und gibt seit rund zehn Jahren gemeinsam mit dem Institut für die Geschichte der Deutschen Juden unter der Projektleitung von Dr. Beate Meyer und Dr. Rita Bake von der Landeszentrale für politische Bildung die Publikationsreihe „Stolpersteine in Hamburg, biografische Spurensuche“ heraus. Mit dieser Datenbank „Die Dabeigewesenen“ möchte die Landeszentrale für politische Bildung nun den Blick auf diejenigen lenken, die das NS-System stützten und mitmachten. Denn:

Eine Gesellschaft, die sich eine offene und freie Zukunft wünscht,
muss [...] über eine Kultur verfügen, die nicht auf dem Verdrängen
und Vergessen der Vergangenheit beruht.“ (Mario Erdheim Psychoanalytiker) 1)

Diese aktuell immer noch so wichtige Aussage bildet den inhaltlichen Ausgangspunkt dieser Datenbank. Sie enthält eine Sammlung mit Kurzprofilen über Menschen, die auf unterschiedlichste Weise an den NS-Gewaltverbrechen in Hamburg Anteil hatten, z.B. als Karrierist/innen, Profiteur/innen, Befehlsempfänger/innen, Denunziant/innen, Mitläufer/innen und Täter/innen. Aber auch sogenannte Verstrickte, die z. B. nach durchlittener Gestapo-Folter zum Spitzel wurden. Unter all diesen Dabeigewesenen gab es auch Menschen, die in keiner NS-Organisation Mitglied waren, die aber staatliche Aufträge - zum Beispiel als Künstler oder Architekt - annahmen und so von dem NS-System profitierten, im Gegensatz zu denen, die sich diesem System nicht andienten, deshalb in die Emigration gingen oder in Kauf nahmen, keine Karriere mehr zu machen bzw. kaum noch finanzielle Einnahmen zu haben.
Ebenso wurden solche Personen aufgenommen, die zum Beispiel vor und während der NS-Zeit den Idealen des Heimatschutzes und der Technik-Kritik anhingen und das NS-Regime dadurch unterstützten, indem sie staatliche Aufträge annahmen, die diesen Idealen entsprachen, da das NS-System solche Strömungen für seine Ideologie vereinnahmte.

Für die Datenbank „Die Dabeigewesenen“ wurden alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens wie Medizin, Justiz, Bildung und Forschung, Verwaltung, Kirche, Fürsorge und Wohlfahrt, Literatur, Theater und Kunst, Wirtschaft, Sport, Polizei und parteipolitische Organisationen berücksichtigt.

„denn wir können (…) das ganze Phänomen des Mitmachens und des Ermöglichens, das ja in der NS-Zeit eine genauso große Rolle gespielt hat, wie die Bereitschaft, selbst aktiver Täter vor Ort zu sein - das alles können wir nur verstehen, wenn wir die verschiedenen Facetten der Täterschaft noch viel genauer betrachten, als das bisher geschehen ist." 2)

In vielen Profilen wird der weitverbreitete Enthusiasmus vieler Deutscher für den Nationalsozialismus, gegenüber „seiner Wirtschafts- und Sozialpolitik, seine Architektur, seine Weltanschauung" 3) etc. deutlich. Und es zeigt sich, dass Menschen das NS-System stützten, indem sie z. B., ohne darüber nachzudenken und ohne zu hinterfragen, bereitwillig moralische und soziale Normen des NS-Staats übernahmen.

Mit Schaffung der „Ausgrenzungsgesellschaft“ war es für die „Mehrheitsgesellschaft“ möglich, u. a. NS-Rassentheorien praktisch umzusetzen.

Diese Erkenntnis ist angesichts heutiger aktueller gesellschafts-politischer Entwicklungen von Bedeutung. In einem Interview zum Thema Fremdenfeindlichkeit bemerkte der Antisemitismusforscher Prof. Dr. Wolfgang Benz auf die Frage, ob aus der Geschichte zu lernen sei. „Wir könnten schon. Wir könnten zum Beispiel lernen, dass der Fremde nicht schuld ist an dem Hass, der ihm widerfährt. Es scheint tatsächlich schwierig zu vermitteln zu sein, dass das Opfer nicht dafür verantwortlich ist, dass es totgeschlagen oder misshandelt wird. Juden werden nicht verfolgt, weil an ihnen etwas ist, was sie zu Opfern macht, sondern weil die Mehrheitsgesellschaft Opfer braucht, und zwar zur eigenen Identitätsstiftung. Zuwanderer, Fremde, Andersgläubige werden ausgegrenzt. Das stärkt das Selbstgefühl der Mehrheit.“ 4)

Mit der Datenbank soll eine Hamburg Topographie der „Dabeigewesenen“ entstehen, um somit konkrete Orte des NS-Geschehens sichtbar zu machen. Deshalb werden auch nur diejenigen Dabeigewesenen aufgenommen, die zwischen 1933 und 1945 in Hamburg mit seinen Grenzen nach 1937 gelebt/gearbeitet haben. Neben Personenprofilen sind auch Adressen von NSDAP-Organisationen und -Einrichtungen zu finden. Darüber hinaus gibt es für einzelne Stadtteile Einträge, die die NS-Aktivitäten im Stadtteil beschreiben. In der Datenbank kann nach Namen, Straßen, Bezirken und Stadtteilen gesucht werden, damit also auch nach den Wohnadressen und/oder Adressen der Arbeitsstätten (soweit recherchierbar). Durch Hinzuziehen der Stolpersteindatenbank (hier sind die Adressen der NS-Opfer aufgenommen, für die bisher Stolpersteine verlegt wurden) und der virtuellen Hamburg-Stadt-Karte (sie verzeichnet die Zwangsarbeiterlager und Firmen, die Zwangsarbeiter beschäftigt haben) wird eindringlich deutlich, wie dicht benachbart Opfer und Dabeigewesene in Hamburg gelebt und gewirkt haben. Mit diesen Informationen ist es immer schwerer, die altbekannte Entschuldigung aufrecht zu erhalten; wir haben doch nichts davon gewusst.

In den vorgestellten Profilen liegt der Fokus auf Handlungen und Einstellungen zum NS-Regime. Privates wird nur erwähnt, wenn es für die Haltung zum NS-Regime von Relevanz ist. Recherchegrundlage für diese Datenbank waren bereits vorhandene wissenschaftliche Veröffentlichungen (z. B. von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und dem Institut für Zeitgeschichte), Biographien, Sammelbände und Dissertationen zu Hamburg im Nationalsozialismus, aber auch in diversen Fällen Entnazifizierungsakten und andere Akten und Dokumente, die im Staatsarchiv Hamburg zur Verfügung stehen. Für die Adressenrecherchen wurden die digitalisierten Hamburger Adressbücher von 1933 bis 1943 der Staats- und Universitätsbibliothek genutzt. Trotz größter Sorgfalt beim Zusammentragen der Daten, ist es dennoch möglich, dass Schreibweisen von Namen variieren und Lebensdaten fehlerhaft sind. In den Profilen und den Beschreibungen der Funktionen sowie des „Wirkens“ des Dabeigewesenen konnte nicht komplett auf das NS-Vokabular – der Sprache der Täter – verzichtet werden, dennoch wurde versucht, diesen Anteil gering zu halten und neutralere Umschreibungen zu finden.
Die meisten der aufgeführten Personen wurden schnell nach Kriegsende durch die Entnazifizierungsstellen als entlastet eingestuft, sie mussten sich selten vor Gericht verantworten oder sie wurden aufgrund von Verjährung ihrer Taten nicht juristisch verurteilt. So stellt Can Bozyakali in seiner Dissertation z. B. zum Sondergericht am Hanseatischen Oberlandesgericht fest, dass auch in Hamburg bis Anfang der 1950er Jahre 63% aller Justizjuristen, die am Sondergericht tätig gewesen waren, wieder in den Justiz-Dienst eingestellt wurden. „[…] anhand dieser Werte [kann] von einer ‚Renazifizierung‘ gesprochen werden.“ 5)

Dr. Rita Bake, Dr. Brigitta Huhnke, Katharina Tenti (Stand: Anfang 2016)

1) Mario Erdheim: „I hab manchmal furchtbare Träume … Man vergißts Gott sei Dank immer glei...“ (Herr Karl), in: Meinrad Ziegler, Waltraut Kannonier-Finster: Österreichisches Gedächtnis. Über Erinnern und Vergessen der NS-Vergangenheit. Wien 1993.
2) Wolfram Wette: Deutschlandfunk-Interview am 20.11.2014, anlässlich seines neuen Buches: „Ehre, wem Ehre gebührt. Täter, Widerständler und Retter - 1933-1945“, Bremen 2015.
3) Raphael Gross: Anständig geblieben. Frankfurt a. M.  2010, S. 17.
4) Wolfgang Benz: „Ich bin schon froh, wenn es nicht schlimmer wird". Der Historiker Wolfgang Benz über die lange Geschichte der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland – und was neu ist an den Pegida-Märschen. Interview: Markus Flohr und Gunter Hofmann, in ZEIT online vom 21. Dezember 2015. www.zeit.de/zeit-geschichte/2015/04/wolfgang-benz-pegida-antisemitismus-fremdenfeindlichkeit
5) Can Bozyakali: Das Sondergericht am Hanseatischen Oberlandesgericht: Eine Untersuchung der NS-Sondergerichte unter besonderer Berücksichtigung der Anwendung der Verordnung gegen Volksschädlinge, Frankfurt/ Main 2005, S. 235.

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